Signet Janner Waagen

30.05.2017 | Lesezeit


Vom Mikrogramm bis zweihundert Tonnen

"Wir wiegen fast alles", sagt Geschäftsführer Siegfried Janner von Janner Waagen in Weiden. Künftig will er sich mit seinen rund 50 Mitarbeitern verstärkt dem russischen Markt zuwenden.

v.l.n.r.: Sebastian Denzler, Siegfried Janner, Kurt Seggewiß, Cornelia Fehlner

"Seitdem wir vom Fachhändler und Dienstleister auch zum Produzenten geworden sind, wächst unser Auftragsvolumen kontinuierlich", berichtet Janner. In Deutschland gebe es nicht sehr viele Betriebe seiner Branche, die eigenständig produzierten, betonte er beim Besuch von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Wirtschaftsförderin Cornelia Fehlner. "Ich bin immer wieder überrascht vom Know-how und den vielen Patenten ihres Unternehmens", lobte Seggewiß Janner und Prokurist Sebastian Denzler. Schritt für Schritt sei der Betrieb gewachsen. Janner berichtete über die Firmensituation und die Ziele.

"Zuletzt haben wir eine mobile Stahlfahrzeug-Waage für einen russischen Auftraggeber errichtet." Den russischen Markt hält Janner für besonders interessant und will sich diesem stärker zuwenden. "Generell gibt es in Schwellenländern ein großes Interesse an Made in Germany." Nach wie vor biete die deutsche Herkunft einen großen Wettbewerbsvorsprung, auch gegenüber den USA. Und russische Produzenten hätten viele Qualitätsprobleme. Bei manchen Ländern wie dem Iran ist Janner skeptisch. "Ich kann keinen Vertrag unterschreiben, wenn ich die dortigen Sicherheitsvorschriften nicht genau kenne." Um auf dem russischen Markt stärker Fuß fassen zu können, sei eine dortige Niederlassung erforderlich. "Dafür brauchen wir einen russischen Partner."

Daneben sucht Janner ein bis zwei kaufmännische Mitarbeiter, die Kenntnisse in der Abwicklung von Exportgeschäften besitzen. Seggewiß und Fehlner versprachen ihre Unterstützung beim Aufbau von Kontakten mit der russischen Wirtschaft.

Sie erinnerten auch an das Förderprogramm Digitalbonus. Janner und Denzler sehen große Chancen für ihr Unternehmen - auch in "der Welt von Industrie 4.0". Messen und Wiegen komme in fast allen vernetzten Produktionsprozessen vor. "Unsere Wettbewerbsvorteile sind auch kleine Serien und Sonderlösungen", sagte Sebastian Denzler.

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